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| Burma (Myanmar) - Anregungen? |
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ehemaliges Mitglied
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11.01.2006 02:56:59 |
Hey zusammen, ich will demnächst irgendwann mit einer alten Freundin von mir Burma besuchen. Hat jemand von euch Erfahrungen mit diesem Land? Klar ist da alles unter der Fuchtel vom Militär.. Aber ich meine - gibt es dort abgelegene Plätze die in keinem Reiseführer stehen? Pagoden werden wir wohl genügend sehen *lach*
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webmaster, m30 Thüringen
877 Beiträge
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11.01.2006 09:29:56 |
Mh ... wollt ihr denn abseits der Touristengegenden reisen? Dann solltet ihr euch dringend einen guten Reiseführer engagieren. Ich halte es für sehr gefährlich, alein in abgelegene Gegenden zu reisen. Aber - mach viele Fotos!!!
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ehemaliges Mitglied
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11.01.2006 15:45:18 |
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mal ne ganz blöde frage wo liegt das den ?? Ja isch schäme mich ja shcon dafür
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ViVinchen, w21 Niedersachsen
216 Beiträge
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11.01.2006 18:48:41 |
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Warum? Hab auch keine Ahnung, klingt aber exotisch.
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Lady, w32 Bayern
335 Beiträge
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11.01.2006 19:08:07 |
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Burma liegt in Südostasien hinter Indien;)
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ehemaliges Mitglied
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12.01.2006 02:12:55 |
Danke für den Link Sahnehäubchen! Malaria hatte ich schonmal - hab ich mir in Indonesien eingefangen gehabt. Die Tertiana - wir hatten es alle für ne Magen-Darm-Grippe gehalten Das blut-verkrustete Skalpell in der Klinik war schon heiß (Einwegspritzen mitnehmen! Wer weiß was ich mir da alles eingefangen hätte). Profilaxe mach ich nimmer. Ich nehm lieber Medikamente für den "Ernstfall" mit. Kein Bock meinen Körper mit Chemie vollzuschütten. Wenn man es kriegt, dann kriegt man es halt. Hatte damals Lariam genommen gehabt.. was hats gebracht..
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FeUeRkElCh2oo5, m20 Rheinland-Pfalz
339 Beiträge
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27.01.2006 03:38:10 |
TEIL 1  Burma  Union of Myanmar Burma, Birma, Myanmar, 3 verschiede Namen für ein Land das sich erst 1996 für den Tourismus öffnete. Die 40 jährige selbstgewählte Isolation wurde aufgegeben und somit konnte man das Land bereisen das durch seine sagenhaft prächtigen Pagoden und Tempel berühmt ist. Wir hatten schon einiges über Burma gelesen und gesehen und wollten so bald als möglich dieses faszinierende Land erkunden. Da sich die politische Situation etwas geändert hat, entschlossen wir uns, trotz einiger Bedenken, zu unserer Reise. Es war eine Reise in die Vergangenhei Algemein  Mit dem „Visit Myanmar Year 1996" hat eines der letzten verschlossenen Länder Südostasiens seine selbstgewählte 40 jährige Isolation aufgegeben und die Pforten für den Tourismus geöffnet. Ob man aufgrund der politischen Situation (Militärdiktatur) das Land bereisen soll, muss jeder für sich selbst bestimmen. Doch wer sich dazu entschließt den erwartet eines der faszinierendsten Länder Asiens. Burma ist ein sehr ursprüngliches Land das hauptsächlich von der Landwirtschaft lebt. Es erinnerte uns sehr stark an Indien, allerdings ohne das für Indien typische Elend. In den Dörfern gibt es meist keinen Strom (Batterien) und das Wasser wird noch aus Brunnen geschöpft. Die Häuser sind nicht gemauert sondern aus Bambus oder Teak. Das Hauptverkehrsmittel ist noch immer der Ochsenkarren oder das Fahrrad. Autos gibt es fast nur in den Städten. Die uralten Überlandbusse sind immer hoffnungslos überfüllt und beladen. Das Eisenbahnnetz stammt noch aus den Zeiten der Engländer und wurde seitdem nicht mehr erneuert. Im krassen Gegensatz zu den bescheidenen Lebensbedingungen dann der Prunk der Pagoden und Tempel. Hier ist wirklich alles Gold und Edelstein was in der Sonne glänzt und blitzt. Wir waren total begeistert von dieser Pracht. Die fast ausschließlich vom Buddhismus geprägte Bevölkerung ist noch nicht vom Tourismus verdorben. Überall wird man freundlich und neugierig empfangen. Die Burmesen lassen sich noch leidenschaftlich gerne fotografieren ohne hinterher gleich die Hand aufzuhalten. Es gibt so gut wie fast keine westlichen Einflüsse, Supermärkte, Einkaufszentren, Coca Cola oder auch MC-Donalds haben noch nicht ihren Eroberungsfeldzug begonnen. Bei unserer 11 tägigen organisierten Privatreise durch Burma fuhren wir gut 1400 km mit dem Auto, 18 Stunden mit dem Zug und jeweils mehrere Stunden mit Boot und Ochsenkarren. Es war eine unserer erlebnisreichsten Reisen. Bago In gut 2 stündiger Fahrt von Yangon (80 km), vorbei an Entenfarmen und Reisfeldern erreicht man Bago, eine der ältesten Städte Myanmars. Das Emblem der Stadt ist der „Hamsa" auf dessen Rücken seine Gefährtin sitzt. Hamsa, Stadtemblem Das Hauptheiligtum und Wahrzeichen der Stadt ist die Shwe-maw-daw-Pagode, deren Spitze, „Hti" genannt, aus lauter Diamanten besteht. Die Pagode wurde in den 30iger Jahren durch ein Erdbeben fast zerstört und musste jahrelang restauriert werden um Ihr heutiges Erscheinungsbild zu erhalten. Mit 125 m Höhe ist sie die höchste Pagode in Myanmar. Das Khat Kaht Wain Kloster mit seinen über 600 Mönchen gehört zu den größten Ausbildungsstätten für Mönche und Novizen. Staunend beobachten wir hier die schier endlose Schlange von Mönchen die mit Ihren Essschalen nun in den Speisesaal gingen. Für uns ein besonderes Ereignis! Auf der Westseite der Stadt befindet sich eine der größten liegenden Buddha-Figuren der Welt, der Shwethalyaung-Buddha. Er ist 55 m lang und 16 m hoch, ein Ohr misst 4,50 m, der kleine Finger 3 m und der große Zeh immerhin noch 1,8 m. An den Fußsohlen sind 108 Glücksymbole eingearbeitet. Schon eine sehr beeindruckende Figur. Das heimischen Lebensmittelangebot kann man bei einem Marktbesuch immer wieder bestens erkunden. Geröstete Heuschrecken und Spieße aus Feldmäusen gehörten hier neben getrockneten Fisch zu den Delikatessen. Wir verzichteten allerdings auf eine Kostprobe. Auf unserem Rückweg nach Yangon hielten wir bei einer Zigarrenfabrik .Hier werden von jungen Mädchen und Männern (getrennt voneinander) in Handarbeit und ohne irgendwelche Hilfsmittel die einheimischen Zigarren hergestellt. Der Tageslohn für 10 Stunden Arbeit beträgt 300 Kyat, das entspricht ca. DM 1,50. Fast allgegenwärtig sind die Gruppen von Mönchen und Novizen die im Gänsemarsch kilometerweit von oder zu ihren Klöstern gehen. Mandalay  Mandalay die zweitgrösste Stadt Myanmars, erreichten wir von Yangon aus in einer beschwerlichen, aber unvergesslichen 18-stündigen Fahrt mit der alten englischen Eisenbahn aus dem Jahre 1948. Bis heute gilt die letzte Königstadt als das eigentliche kulturelle und vor allem religiöse Zentrum des Landes. Durch die Buddhistischen Universität, die zahlreichen Meditationszentren und Klöster (mehr als 1500!) in und um die Stadt leben hier rund 60% aller Mönche. Die vielen rotbraunen Mönchskutten sind im Straßenbild von Mandalay nicht zu übersehen.Besonders berühmt ist die Stadt aber vor allem wegen der heiligsten Buddhafigur des Landes, dem Mahamuni-Buddha. Er ist über und über mit Blattgold beladen und ist im gleichnamigen Kloster zu bewundern. Die Stadt ist aber auch das Zentrum burmesischer Handwerkskunst denn die Bronzegießer, Steinmetze, Holzschnitzer Goldschläger etc. erhalten ihre Aufträge meist von religiös motivierten Stiftern.Am Fuße des Mandalay-Hills, von dem man eine großartige Aussicht auf die alte Stadtmauer, die Palastanlage und die umliegenden Klöster hat, befindet sich die Kutho-daw-Pagode.Die Anlage wird auch „das größte Buch der Welt" genannt, denn in 729 kleinen Pagoden befinden sich jeweils einzelne Marmortafeln, auf denen die Lehrsätze der buddhistischen Religion (Tipitaka) eingemeißelt sind.Mandalay ist aber nicht nur eine religiöse Stadt, sondern auch Handelszentrum und Umschlagplatz für Waren aller Art nach China.
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FeUeRkElCh2oo5, m20 Rheinland-Pfalz
339 Beiträge
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27.01.2006 03:46:35 |
TEIL 2  Umgebung von Mandalay  Die Umgebung von Mandalay ist gut in Halbtages- oder Tageausflügen zu erkunden. Wir fuhren morgens mit dem Boot in ca. einer ¾ Std. auf dem Ayeyarwady 10 km flussaufwärts nach Mingun. Allein schon diese Fahrt ist ein Erlebnis. Das Leben am und auf dem Fluß zieht gemächlich im Morgendunst an einem vorbei. Mingun selbst ist nur auf dem Wasserwege zu erreichen.Vom Ufer aus sieht man bereits den gewaltigen Sockel der Mingun-Pagode, der mit 50 m Höhe der größte Ziegelberg Asiens ist. Ursprünglich sollte dieses Bauwerk eine Höhe von 160 m erreichen, wurde aber nie fertiggestellt. Ganz in der Nähe und gut zu Fuß oder per Ochenkarren zu erreichen erstrahlt die schneeweisse Set-taw-ya-Pagode in deren inneren ein Fußabdruck Buddhas in Marmor ausgestellt ist. Die 7 wellenförmigen Terrassen symbolisieren die 7 Gebirge der indischen Mythologie. Weiter nördlich befindet sich die größte intakte Glocke der Welt. Sie wiegt ca. 90 Tonnen, ist 6 m hoch, hat einen Umfang von 15 m und an der Basis einen Durchmesser von 5 m. Ein weiteres lohneswertes Ziel ist Sagaing auf der anderen Seite des Flusses. Auf den Hügeln zwischen Sagaing und Mingun leben heute in 735 Klöstern rund 8000 Mönche, Novizen und Nonnen. Der Reiz Sagaings liegt vor allem im Gesamtanblick der unzähligen über mehrere Hügelketten verstreuten Pagoden. Südlich von Mandalay liegt Amarapura. Der Ort ist unter anderem wegen seiner alten 1200 m langen Teakholzbrücke (U-Pein-Brücke), bekannt. Unser kleiner Spaziergang über diese Holzstege mit den überdachten Rastplätzen gehörte zu den stimmungsvollsten Erlebnissen unserer Reise.Am Anfang der Brücke holte uns schnell der burmesische Alltag wieder ein. Bagan Bagan am Ostufer des Ayeyarwady gelegen gehört zu den bedeutendsten und beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Myanmars. Auf einer Fläche von 40 Quadratkilometern erstreckt sich eines der größten Pagoden- und Ruinenfelder Südostasiens. Das ganze Ausmass dieses Areals sieht man am besten wenn man auf eine der gut erhaltenen Ziegelbauten klettert. Wir hatten Glück und konnten diesen Anblick ohne grossen Touristenrummel sowohl am Abend als auch am frühen Morgen genießen. Ein einmaliges Erlebnis. Der größte Ort in der Ebene von Bagan ist Nyaung U, mit der goldglänzenden Shwezigon-Pagode. Sie ist eine der bedeutendsten Heiligtümer des Landes und mit ihrer glockenförmigen Stupa der Prototyp einer burmesischen Pagode schlechthin.Unsere 9 stündige Autofahrt von Mandalay nach Bagan war sehr abwechslungsreich, nicht nur wegen des regen Straßenverkehrs bestehend aus überladenen Bussen, Ochsenkarren, Fahrrädern und Fußgängern, Ziegen-Schaf und Buckelrindherden, sondern auch wegen der wunderschönen, fruchtbaren Landschaft. Sattgrüne Reisfelder so weit das Auge reicht.Unser erster Besichtigungsstop unterwegs war die Ta-Ta-Nar-Lar-Ba-Mo-Ni- Pagode. Hier wird die goldene Buddhastatue von 2 lebenden Pythons bewacht. Die Gläubigen streicheln die Tiere um Wohlstand zu erbitten. Wir konnten uns allerdings nicht dazu überwinden.Unterwegs sahen wir immer wieder festlich gekleidete Menschen. Jetzt in der Sommerzeit werden die Novizen-Zeremonien abgehalten. Die kleinen Jungen werden feierlich herausgeputzt und in einer Prozession für einige Tage ins Kloster gebracht um mit den Lehrsätze Buddhas vertraut zu werden. Es ist ein grosses Ereignis für die ganze Familie. Auf unserer Überlandfahrt kamen wir auch an einer kleinen „Ölfabrik" vorbei, wo, wie vor hundert oder mehr Jahren, mit Ochsenkraft und Mühlrad Erdnussöl gepresst wird. In einer kleinen Hütte dahinter wird gezapfter Palmsaft zu Zucker eingekocht.Weil es hier auf dem Land in den kleinen verstreuten Dörfern keine Wasserleitungen gibt, muss das Wasser von zentralen Wasserstellen per Ochsenkarren einmal in der Woche geholt werden. So sahen wir auf der gesamten Strecke immer wieder hunderte von Ochsenkarren die sich für das kostbare Nass in langen Warteschlangen vor den Wasserstellen sammelten. Ein biblischer Anblick der so viel Ruhe ausstrahlte und uns unsere hektische Zeit vergessen ließ. Pyay Von Bagan aus fuhren wir wieder in langer, aber interessanter Autofahrt nach Pyay einer der ältesten Städte Myanmars. Die Fahrt bot wieder Straßenleben pur und ein Fotomotiv jagte das andere.Wir sahen zum ersten Mal Cashew-Bäume samt den Nüssen und immer wieder schöne Marktszenen in den kleinen Dörfern.Die größte Sehenswürdigkeit Pyays ist die Shwesandaw-Pagode, deren 60 m hohe goldene Stupa man schon aus der Ferne über dem Ayeyarwady glänzen sieht. Besonders eindrucksvoll war unser Besuch bei Nacht, denn es waren keine Touristen sondern nur noch gläubige Burmesen unterwegs und die Stupa mit ihren kleinen 83 goldenen Pagoden war voll beleuchtet und funkelte nur so gegen den Nachthimmel. Überraschenderweise sprach uns ein junger Burmese an, dessen Onkel seit Jahren in Köln lebt und es entwickelte sich daraus eine kleine Unterhaltung. Bis wir uns versahen waren wir von einer Menschentraube umringt die uns fasziniert zuhörte.Am nächsten Tag machten wir einen Bootsausflug zu den Felsenbuddhas (in den Fels gehauene Figuren in den unterschiedlichsten Größen und Abbildungen), die in ihrer Art einmalig für Myanmar sind.Ein ungewöhnliche, kuriose Buddhafigur ist in Shwedaung, ca. ½ Autostunde von Pyay aus zu bewundern. Der rund 5 m hohe sitzende Buddha trägt eine überdimensionale in Gold gefasste Brille und wurde von einem Adeligen gespendet, der sich dadurch Linderung seines Augenleidens erhoffte. Auf unserem Weg nach Sri Ksetra, einer Ausgrabungsstätte der alten Königsstadt hielten wir in einem typisch burmesischen Dorf, wo wir einen Einblick in das normale Dorfleben bekamen und sofort von vielen neugierigen Kindern belagert wurden.Der Besuch der Ausgrabungsstätte war weniger interessant, doch der Weg war das Ziel, denn wir fuhren ca. 2 Stunden mit den Ochsenkarren über die ausgewaschenen, tief verfurchten Feldwege. Zwar ein riesiges Geholpere, aber ein einmaliges Erlebnis! Yangon  In Yangon der Hauptstadt und mit 4 Millionen Einwohnern auch größten Stadt Myanmars ist von der üblichen Hektik anderer asiatischer Metropolen wenig zu spüren. Obwohl es zwischenzeitlich bereits mehr Autos und sogar einige Hochhäuser gibt, konnte sich die Stadt ihren einzigartigen etwas morbiden kolonialen Charme bewahren. Höhepunkt allerdings ist hier natürlich die alles überragende Shwedagong-Pagode, das Wahrzeichen des Landes, die mit ihrer fast 100 m hohen goldenen Stupa erhaben über der Altstadt thront. Ein Traum in Gold und Edelstein, allein die Spitze der Stupa zieren angeblich über 5000 Rubine und Diamanten!Wir waren von der stimmungsvollen Atmosphäre rund um die heiligste Pagode Myanmars total gefangen. Überall sah man gläubige Birmanen mit großer Andacht vor den Buddhastatuen knien. Wir konnten uns gar nicht satt sehen an diesen beeindruckenden Szenerien.Der Besuch des Shwedagong-Komplexes war der absolute Höhepunkt unserer Burma-Reise und sollte, unserer Meinung nach, immer am Ende einer Reise durch Burma stehen.Im Stadtzentrum Yangons, rund um die Sule Pagode gibt es noch einige heruntergekommene, moosbewachsene Kolonialgebäude zu bewundern, die noch etwas vom alten, kolonialen Yangon erahnen lassen.Auf unserem Streifzug durch die Stadt faszinierte uns auch das allgegenwärtige Marktleben. Da es keine Geschäfte in unserem Sinne gibt, spielt sich alles auf den Gehsteigen ab. Hier wird alles verkauft und/oder repariert was für den täglichen Bedarf nötig ist.Die Stadt ist aber auch für Ihre vielen Grünanlagen, Parks und Seen bekannt. Wir besuchten abends das königliche Barken-Restaurant im Royal-Lake, in dem es nicht nur ein ausgezeichnetes asiatisches Buffet gab, sondern auch traditionelle burmesische Tänze aufgeführt wurden.
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FeUeRkElCh2oo5, m20 Rheinland-Pfalz
339 Beiträge
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27.01.2006 03:52:50 |
UND JETZT NOCH TEIL 3  Eigenheiten  Während unserer Reise durch Burma lernten wir nicht nur viele freundliche und neugierige Menschen kennen, sondern bekamen auch etwas von den landestypischen Eigenheiten mit. Schon alleine die Schrift der Burmesen hat nichts mit den allgemein üblichen asiatischen Symbolzeichen zu tun. Sie besteht überwiegend aus runden Formen und wird deshalb auch Blasen- oder Brezelschrift genannt. Eine Beschilderung in westlicher Schreibweise gibt es nur in den großen Städten, außerhalb findet man nur noch Hinweisschilder in burmesischer Schrift, was bei Touren auf eigene Faust etwas problematisch sein könnte.Auch die Kleidung hat nichts mit unserer zu tun. Egal ob in den Städten oder auf dem Land jeder trägt den traditionellen „longyi", ein Art knöchellanger Rock. Während der longyi der Männer überwiegend aus dunklem Karomuster besteht, ist der longyi der Frauen mit Blumenmuster bedruckt. Unterschiedlich wird auch der Knoten getragen, der die genähte Stoffbahn an den Hüften zusammenhält, bei den Männern vorne, bei den Frauen seitlich. Eine für Birmanen typische Bewegung ist es den Knoten zu lösen und den longyi oben weit zu öffnen, damit die Luft durchzieht und er dann fester geschlungen werden kann.Zur Freude der Einheimischen kauften wir uns auch einen solchen Rock, hatten aber im Gegensatz zu ihnen erhebliche Schwierigkeiten mit dem Zusammenknoten. Vorsichtshalber halfen wir mit einer Sicherheitsnadel nach.Grundsätzlich laufen die Birmanen in Sandalen oder Badelatschen herum, was natürlich beim Besuch der Pagoden sehr praktisch ist, denn man darf die heiligen Stätten grundsätzlich nur barfuss betreten. Seit unserer Kindheit sind wir nicht mehr so viel barfuss gelaufen wie während unserer Reise durch Burma. Überall im Land sind die Mädchen und Frauen mit der Thanaka-Paste geschminkt. Die Paste kühlt nicht nur und schützt vor der Sonne sondern dient den Frauen auch als Make-up. Die Wangen werden entweder mit Kreisen oder kunstvollen Blumen- und Blattmustern bemahlt. Besonders kurios und gewöhnungsbedürftig erschien uns der Straßenverkehr. Hier wird zwar rechts gefahren, aber die Autos sind auch rechts gesteuert, was natürlich beim Überholen zu erheblichen Problemen führen kann. Der Beifahrer gibt sozusagen das o.k. zum Überholen, da der Fahrer nur schwer den Gegenverkehr sieht. In den Städten gibt es auch eine für uns neuartige, aber gar nicht so schlechte Ampelregelung. Ein Sekundenzähler zeigt an, wie viele Sekunden es noch dauert, bis die Ampel wieder auf Grün springt (30-29-28-27.... Sekunden). Bei der Einreise nach Burma ist nicht nur ein Visum Pflicht, sondern auch ein Zwangsumtausch von US $ 300.--/Pers. vorzunehmen. Dieser entfällt bei einer bereits gebuchten Tour vor Einreise.Die Landeswährung ist der Kyat und entspricht einem offiziellen Kurs von 6,4 Kyat pro US $. Im Hotel, oder auf der Straße (Risiko!) erhält man allerdings einen Kurs zwischen 300 bis 500 Kyat für 1 US $. Hoffe es hat dir irgendwie jetzt weiter geholfen lieber Philipp. lg stefan
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