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Deutschland - Ein Wintermärchen.


7 Beiträge.
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Master, m52
Berlin

1326 Beiträge
28.09.2006 17:29:49
Denk ich an Deutschland in der Nacht, habe ich mal über die Arbeitslosenstatistik nachgedacht...

Die BA für Arbeit hat uns ja gute Zahlen vorgelegt, demnach sind wesentlich mehr Menschen wieder in
einem Job tätig.........
Wo sind sie nur ? Vielleicht um die Statistik zu schönen in Maßnahmen ?
Was hat Wowi neulich auf seiner Wahlkampfveranstaltung angekündigt ?
Der neue Flughafen Berlin Brandenburg international schafft 40.000 neue Arbeitsplätze.
Was sagt keiner ? Wieviel Stellen sind mit der Streichung der Flughäfen Tempelhof und Tegel aber weg ?
Oder werden halt zu weitaus günstigeren Konditionen, natürlich nicht für Arbeitnehmer, umgesetzt.

Ansonsten sagen die Schlagzeilen in den Medien ganz was anderes :
(Betriebsschließungen 2006 von bekannten Firmen)

CNH - Bln.Spandau : 590 Beschäftigte
JVC - Bln.Spandau : 225 Beschäftigte
Samsung - Bln.Oberschöneweide: 750 Beschäftigte
Bosch-Siemens - Bln. Spandau : 700 Beschäftigte

IBM (geplant) - Hanover/Schweinfurt 580 Beschäftigte

Heute nun die Schlagzeile : BenQ Mobile Deutschland schließt 1 Jahr nach Übernahme
der Siemens Handysparte seinen Standort Deutschland und hat Insolvenz beantragt.
Betroffen sind 3.000 Arbeitsplätze.

Egal wo man sich auch umhört und mit den Leuten redet, Erfolgsstorys bei der Suche nach einem neuen Job
von dem man auch Leben kann, hört man ganz selten mal.

Wie siehts bei Euch aus ? Hat jemand denn echt Schwein gehabt bei der Jobsuche samt Bezahlung ?
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chris77, m30
Thüringen

249 Beiträge
01.10.2006 14:58:42
Tja, die Zahl der Arbeitnehmer mag gestiegen sein, aber in den meisten Fällen dank ANÜ oder Zeitarbeit. Ich denke aber dass dass Bruttolohnniveau der neuen Stellen weit unter dem Durchschnitt liegt, denn die Arbeitslosigkeit wird am Markt als Druckmittel genutzt um niedriege Löhne zu erzwingen. Vile Stellen sind mit neuem Personal besetzt und lange Bindungen über befristete Verträge umgangen, so dass es für die unternehmen billiger wird, denn unter 3 Jahren in einer Firma kann keiner wirklich mehr Geld verlangen.
Die Arbeitslosenstatistik zu schönen ist ja schon eine erfindung von Adolf, denken wir nur mal an die Autobahnen.
Nehmen wir cdoch mal an die 3000 MA von Benq finden einen neuen Job, dann ist das statistisch das gleiche wie vorher, die werden aber nur 50-80% ihrer Löhne bekommen.
Arbeit in Deutschland ist für die unternehmen zu teuer, außer da wo man HiTec Maschinen oder Technologien hat, wofür du Spezialisten gut bezahlen kannst.

Nur in Call-Centern werden teilweise Spitzenlöhne gezahlt, für Leute die von Computern nich mehr Ahnung haben als jeder findige Nutzer. Die sliegt wiederum aber an dem Geld was eine Hotline einspült. Aber auch dort gibts welche die genausoviel arbeiten und nen Hungerlohn bekommen z.B. bei Versandhäusern. (private Callcenter, die im Auftrag arbeiten)

Ich glaube einer der besten Arbeitgeber bleibt die BA

Denn da hast du zum Leben einen festen Betrag. Wenn Du dir nen schlecht bezahlten Job suchst, wofür du weit fahren musst, hast Du am Ende nicht das Geld über und das hält ja viele davon ab, weil sie sich wirtschaftlich ruinieren. Jetzt werden noch die Kilometerpauschalen bei ständig wachsenden Sprit und Autopreisen gesenkt.

Aber ein Umzug an den neuen Arbeitsort kostet auch viel Geld und wenn man weiß, dass man vielleicht nach 1-2 Jahren wieder wo anders hin muss macht das keinen Sinn.

Ok mein Bruder is nach Berlin gezogen hat jetzt den 3. Arbeitgeber seit 1,5 Jahren is wohl was dauerhaftes, das hat sich gelohnt und er war schon immer gern in Berlin (ich auch).Aber für nen Job in die Prärie ziehen ?

Ich denke unser Steuersystem und die Bundesagenturen passen noch nicht zu den schnellen, flexiblen Abläufen am Arbeitsmarkt, die es bereits gibt.

Ich denke es gibt viel zu vile Hürden einen Job den man beherrscht auch mal an verschiedenen Orten in Deutschland auszuführen.

Auf der anderen Seite brauchen Unternehmen auch mal kurzzeitig Personal bei Auftragsspitzen.

Die Personaldienstleister blühen ja auf, weil sie diese flexibilität für Unternehmen bieten.
Es müsste sich für die Leute auch mal lohnen für 4 Monate einen Job anzunehmen, ohne gleich hinterher weniger Arbeitslosengeld zu bekommen.

PS: Ich habe seit 3,5 Jahren einen Job, komme aber viel rum, auch im Ausland wo alles etwas ruhiger gesehen wird, dafür jedoch die Sicherung der Arbeitslosen fehlt.

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Master, m52
Berlin

1326 Beiträge
04.10.2006 15:01:14
#Aber ein Umzug an den neuen Arbeitsort kostet auch viel Geld und wenn man weiß, dass man vielleicht nach 1-2 Jahren wieder wo anders hin muss macht das keinen Sinn.#

@chris77

Umzugskosten werden von der BA erstattet wenn es zu einen Arbeitsvertrag kommt. Weiterhin gibt es da eine Reihe von Dingen die Erstattet werden bei voheriger Antragstellung.
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chris77, m30
Thüringen

249 Beiträge
04.10.2006 17:49:56
Trotzdem gibt es offene Stellen, weil die Jobvermittlung der BA selbst zu schlecht ist oder warum?
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Master, m52
Berlin

1326 Beiträge
04.10.2006 22:20:57
Über die Frage streiten sich selbst die Fachleute @chris77.

Aber meine war ja eigentlich eine ganz andere bei Eröffnung des Themas
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chris77, m30
Thüringen

249 Beiträge
05.10.2006 19:34:33
Ich hab Schwein gehabt, Geld würd ich gerne jetzt nach 3 Jahren mehr haben. Für den Anfang war´s ok.
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ehemaliges Mitglied
26.10.2006 15:44:26
Cooles Thema
Fakt ist (Quelle Thüringer Allgemeine) das ein ca. 45 Jahre Alter Mann in seiner Wohnung verstorben ist und dort 8! Monate lang in seiner Wanne lag. Die mumifiezierte Leiche wurde jetzt gefunden. Die Nachbarn haben sich überall gemeldet aber nie ist was passiert. Er bekam Arbeitslosengeld und somit wurde auch die Miete bezahlt und da das Geld für die Miete immer kam hat sich niemand auf den Ämtern bewegt. Die Arbeitslosenstatistik stimmt sowieso nicht wenn man sieht wie schnell man das Geld gestrichen bekommt ohne Grund. Ich bin jetzt wieder Schüler und muss auch den Inhalt meines Geldbeutels angeben um wenigstens etwas zu bekoommen. Da frag ich mich warum ich in die Kassen eingezahlt hab, für die Leute die die Schule abbrechen und keine Lust haben und bei mir wird dann der Rot Stift angesetzt, na danke! Und wenn ein Mensch stirbt und niemand der Ämter merkt es obwohl man sich doch so oft melden muss da frag ich mich doch wo wir hier leben..

Und wenn ich jetz noch die Zahlen von den großen Firmen mit Stellenabbau sehe dann wird mir schlecht. Denn wer sich einmal an Zeitarbeitsfirmen also Arbeiten zum Niedriglohn gewöhnt hat kommt da schwer wieder raus.

Mein Standpunkt dazu *grml*
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