Wenn ich an den "BILD" Ständen (Automaten) vorbeirenne sieht man dauernd "schlechte" Nachrichten.
Ist es denn wirklich so schlimm in Deutschland? Hungern wir so sehr? Können unsere Frauen kein fettiges Schnitzel (oder zwei - oder drei) auf den Tisch zaubern? Verdursten wir weil der Nachschub an Bier fehlt? Passt das neue Auto nicht mehr in den Dual-Car-Port?
Ich weiß, das ist eine recht vorgefertigte Meinung.. Wie denkt ihr darüber? Lebt man in Deutschland wirklich so schlecht wie es einem von RTL und BILD eingeredet wird?
Ich denke, daß man weder von BILD noch von RTL eine professionelle Berichterstattung erwarten kann. Leider greift der Trend auch immer mehr auf andere Sendeanstalten und ehemals unabhängige Zeitschriften über.
Dafür gibt es meiner Meinung nach zwei Ursachen: Die erste - und das ist die, die uns glauben macht, Deutschland sei kurz vorm Armageddon - basiert auf der Sensationsgeilheit der Menschen. Niemand will mehr lesen, daß Hubert Meiser dieses Jahr 1/3 mehr Ernte eingefahren hat, weil er statt quer, längs über sein Feld gefahren ist. Die Leute wollen lesen, daß es ihm dennoch so schlecht geht, daß er bald alles verliert. Oder daß er aus Verzweiflung seine gesamte Familie ausgelöscht hat und sich beim Versuch, ihnen zu folgen nur so stark verletzt hat, daß er Zeitlebens ein Pflegefall bleiben wird. Das ist es, was die Leute hinterm Ofen hervorlockt. Leider ... Und die hiesige Regenbogenpresse schreckt auch nicht davor zurück, Geschichten auszuschmücken oder gar zu erfinden, um Verkaufszahlen zu erreichen.
Die zweite, aber nicht weniger beeinflussende Ursache für abhängige Berichterstattung ist wohl die Tatsache, daß Vorstände in Verlagen bzw. Leute in führenden Positionen politisch oder wirtschaftlich aktiv sind und deshalb natürlich nicht unabhängig über die entsprechenden Fakten berichten können und werden.
Was allerdings deine Frage angeht: ja, den Deutschen geht es schlecht. Wir leben derzeit in einer Rezessionphase. Allerdings ist es wohl eine Eigenart der Deutschen, sich in ihr Schicksal zu ergeben und in erster Linie zu "maulen", daß ja alles SOOOO schlecht ist, stattmal das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, und etwas gegen Mißstände zu tun.
Da gebe ich Dir Recht.Fest steht,dass wir uns doch Alle nur selbst depremieren.WIr nehmen nichts selbst in die Hand. Aber es wird ja auch im Fernsehen genau das gezeigt,worum es eben nicht gehen sollte.Wie Du schon sagtest:Amokläufer die ihre Familien auslöschen etc.Die wirklich wichtigen Dinge werden leider viel zu selten gezeigt.Wir laufen Alle geradeaus in eine Richtung.Jeder läuft mit und wer etwas anderes tut wird schief angeschaut.
Also mit em nix mehr selbst in die hand nehmen stimmt doch gar nicht weis aj nicht was ihr so macht#. aber arbeitssuche muss ma selber machen das macht einem doch keiner oder wohnung suchen oder so muss ma alles selber machen. Und ich finde Deutschland ist echt scheisse geworden das echt traurig aber kann ma ja nix machenmuss das so nehmen wies kommt
Wird uns ja auch von Medien, Politik und Wirtschaft vorgejammert. Überträgst sich irgendwann auf das Volk.
Nehmen wir mal den Sport, einen Spitzensportler an den hohe Erwartungen gesetzt werden. Belegt er Platz 1, ist es gut, er erhält einmalig eine dicke Schlagzeile, belegt er hingegen Platz 2 bekommt er tagelang kritische Zeilen. In den USA wird über Erfolge so ausführlich berichtet, nicht so erfolgreich erhält bloß paar kleine Zeilen.
Nehmen wir die Politik. Bis vor kurzem gab es nur Eines. Alles was der Gegner vorschlug war mies und falsch. Jeder versuchte nur den Anderen nieder zu machen. Die Kassen sind leer, es wird gekürzt wo es nur geht, das Volk ist zu teuer, wir sind überflüssig. Wer hatte aber die Kasse in der Hand und redet uns ein schlechtes Gewissen ein ?
Nehmen wir die Wirtschaft, Standort Deutschland ist zu teuer. In den letzten Jahren überstiegen die Gewinne erstmalig die Investitionen, also ist genug Geld erwirtschaftet worden. Die Reallöhne stiegen in den letzen 5 Jahre alleine in GB um 25 %, den USA 20 %. In Deutschland ? 0 % !!!
Uns wird also ständig etwas vorgejammert was sich im Laufe der Jahre einfach auf den Großteil der Bevölkerung übertragen hat, ständig Unzufriedenheit predigen bringt auch Unzufriedenheit. Und plötzlich soll von heute auf morgen auf Grund von paar TV Spots alles anders sein ?
uns deutschen geht es wunderbar im vergleich zu anderen, aber ein staat ist dem bürger nie gut genug.
viel schlechter ist das amerikanische volk dran, das mit einem solchen idioten als präsident ausgestattet ist, wenn ich das hier mal so sagen kann.. noch schlechter natürlich die ausgebeuteten länder.
andererseits würde aber auch nichts verbessert werden wenn es nichts zu meckern gäbe
Also, ich find Deutschland kann man ja wohl nicht mit Amerika vergleichen. (Da ist nicht nur der Präsi dumm, sondern auch noch mind. 80% der Bevölkerung).
Vergleich doch mal Deutschland vor 10-15 Jahren mit Deutschland heute. Mit sicherheit musst Du schnell das Klo aufsuchen weil Dir einfach nur schlecht wird...
Jammert doch keiner wie man heute wieder in den Nachrichten sah.
Manager und Politiker haben bei EADS (Airbus) in den letzten Jahren bei ihren Entscheidungen voll versagt. 10.000 Arbeitsplätze gehen in Europa flöten. Den Erhalt der restlichen Arbeitsplätze verkündete unsere Volkskanzlerin heute als ERFOLG.
Manger müssen vor Gericht weil sie sich für ihr Versagen zu viel Abfindung zugesprochen haben. 10 % der Summe müssen sie nun als Strafe zahlen. Entweder ist etwas falsch, dann müsste man die ganze Summe + 10 % als Strafe kassieren, oder etwas ist Richtig und sie können die ganze Summe behalten.
Die Telekom verkündet heute massiven Stellenabbau und Ausgliederung von etlichen Bereichen in eigenständige Unternehmen. Viele Angestellte dürfen dort zu wesentlich weniger Lohn weiter machen. Gewerkschaft und Belegschaft haben heute vor Freude den Karneval außerhalb der üblichen Zeit neu eröffnet.
Wo jammert denn hier in Deutschland einer, und wenn JA, warum immer so Grundlos ?
Tja, vor 10 - 15 Jahren. Was war da noch, warum sollte einem schlecht werden ?
Was vor 15 Jahren ein Hiwi (Hilfswilliger - Leute mit Hauptschulabschluss und schlechter Berufsausbildung) als Lohn erhielt darf in den meisten Betrieben heute nicht mal ein erfahrener Facharbeiter bei einer Neueinstellung fordern.
Der jammert auch nicht, der füllt seinen Antrag auf Wohngeld aus und wirft ihn beim Sozialamt oder Jobcenter ein. Der feiert die Bewilligung von Mietzuschuss mit seiner Familie dann doch glatt mit paar Chips und einem Fläschchen Bier mit seinen Kindern vor dem TV.
Also, es geht uns gut, in Afrika hungern noch viele. Aber wo lag gleich noch Afrika ?
@ hardstyl0r #andererseits würde aber auch nichts verbessert werden wenn es nichts zu meckern gäbe#
Gemeckert wird immer stimmt, was Politik, Sozialabbau in Deutschland angeht sollte man aber mal den Abbau der letzten 16 Jahren betrachten, also den Zeitraum ab Deiner Geburt
Anfang der 90iger Jahre sprach man auch noch von der Herabsetzung des Rentenalters auf 62 Jahre, demnächst wird es auf 67 angehoben. Solltest Du nun die Alterspyramide erwähnen, also den demographischen Faktor.
Hätte Deutschland 10.000.000 mehr Kinder oder Jugendliche im erwerbsfähigen Alter, hätten wir nicht auch 10.000.000 mehr Leute ohne Lehrstelle oder Arbeit ? Ob die Summe nun den Arbeitslosen oder Rentnern ausgezahlt wird ist doch egal, es wird uns nur suggeriert die Lasten sind plötzlich nicht vertretbar.
Und schauen wir uns die Politiker mal etwas genauer an, welchen Beruf haben ? Anwälte, Unternehmer, Angestellte, glaube bei den Linken ist eine ehemalige AL2 Bezieherin dabei.
Wie sollen solche Leute ein Verständnis für den normalen Bürger mit allgemeinen Beruf haben. Wir sind doch alle nur Kostenfaktoren mit Verwaltungs bzw Steuernummer.
Nehmen wir mal Friedrich März (CDU) Anwalt mit eigener Kanzlei, Aufsichtsratsmitglied in 12 Firmen. Welche Interessen vertritt er also und reicht ein 24 h Tag für den Ärmsten aus ? Zumindest klingt es immer so wenn sie über sich reden. Die Banketts, alle angenehme wo man eingeladen wird, bei denen zählt es in Stundenrechnung mit ein. Ich wäre gerne Politiker mit einem so langen Tag, hätte genug Geld, Rentenansprüche nach 2 Wahlen mit Sitz im Bundestag, immer satt weils wo man auch hinkommt, Häppchen gibt.
Nehmen wir den Herrn Hartz. Ist jetzt eine grobe Rechnung. Was dem die, für Gewerkschaftsleute, spendierten Nutten in 1 Stunde gekostet haben, erhalten andere nicht mal für einen Monat als Lebensunterhalt zugestanden. Frau habe ich ja, aber hätte der mir nicht auch einen Karibikurlaub spendieren können. Ich hätte statt Renault auch einen VW gekauft.
Aber ich sehe es wie Du, uns geht es gut. Es kommt Warmwasser aus der Wand, ein Metallkörper wird in kalter Jahreszeit warm und lässt uns nicht frieren und die Klospülung geht auch, wir müssen also nicht in den Busch rennen und können uns sogar die Hände waschen.
Und !!! Deutschland freut sich über die hinteren Plätze beim Pisatest. Gut, auch teilweise ein Versagen von uns Eltern, auf der anderen Seite aber hat die Politik die Maßstäbe für schulische Leistungen so herabgesetzt. Aber da kommt auch irgendwie Freude auf. Hatte vor rund 10 Jahren nach 8 Schuljahren jemand das Wissen in der Schule vermittelt bekommen, was heute ganz selten ein Realschüler hat, gibt natürlich auch Ausnahmen, so ist es ein gewisser Grund zum feiern. Früher nahm die Bildung von Generation zu Generation zu, heute muß niemand mehr Angst haben eingeholt zu werden.
Ziehe allerdings den Hut vor Leuten die heute noch ehrgeizig sind, in einem Jahr das Fachabitur machen weil sie merken es bringt sie weiter, Leute die sich nach dem Fachabitur trotz der ganzen materiellen Schwierigkeiten dann auch noch für ein Studium entscheiden und es zügig durchziehen, Eltern die trotz geringem Einkommen ihre Kinder noch unterstützen weil die kein BaFöG bekommen denn die Einkommensgrenzen sind dort sehr gering.
Ein weiterer Grund, Deutschlands Jugend ist Europameister im Alkoholkonsum. Es gibt also auch Fortschrittliches zu vermelden, Weltmeister würde allerdings besser klingen.
Deutschland feiert, jubelt und ist gut drauf, das bisschen Kritik darf dann gelegentlich auch mal sein und sollte nicht als jammern verstanden werden.
Gut, in Amerika wirds bestimmt schlimmer sein. Wir sollten also mit unseren Verhältnissen zufrieden sein, gibt ja noch Schlechtere.
ja das stimmt schon damals war besser... ich hab letztens auch einem beim saturn gesehen der ärmster konnte sich nur nen 38" flattv kaufen.... wollte schon sammeln gehen damit er sich wie der rest der bevölkerung nen 42" vom aldi für nur schlappe 1000€ kaufen kann...
war vor 15 jahre nen fernseher für 2000DM quasi normal ?
hatte man vor 15 jahren als jugendlicher nen pc für 1000€, nen paar spiele konsolen für ca 400€ pro stück ( wer kriegt die heut zutage nicht zu weihnachten oder geburtstag geschenkt.. sind ja nur 800DM ), trug vor 15 jahren fast jeder jugendliche hosen für 200-300DM ? also heut zutage ne jeans für 100€ ist ja fast normal ab der 8. klasse.. das muss dann ne tommy hillfiger sein sonst passt es ja auch nicht zum lacoste polo shirt ( was gut 90€ kostet )...
wieviele gymnasiasten fahren mit dem auto zur schule ? hatte vor 15 jahren nen SCHÜLER nen auto ? ich glaube doch nicht... fast jeder azubi hat doch heute nen auto, vor 15 jahren war es wohl eher nen mofa.
ich mein klar uns ging es jahre lang sehr gut aber die goldenen zeiten sind vorbei, es sind aber trotzdem noch silberne zeiten. die leute sind nur einfach "besseres gewohnt" bzw verwöhnt. Fast jeder hat doch nen Ipod, das teil kostet wieviel ? 100€ ? 150€ ?
also zu meiner zeit war man held von der schule wenn man nen diskman für 80DM hatte, da war man schon ganz weit oben... der rest hatte nämlich nur nen walkman für 40DM.
heut zutage ist man der arsch vom dienst wenn wenn man mit nem mp3 player für 40€ ankommt und keinen IPod hat.
Sagen wir es mal so. Mein Fernseher hat vor 13 Jahren auch schon 1.600 DM gekostet obwohl es "nur" Universum ist. Aber einen Fernseher braucht man ja jährlich. Wenn man eine Familie hat kann man die Einkommenssituation über den Zeitraum, ebenfalls die Lebenshaltungskosten schon besser einschätzen als jemand der da noch 10 Jahre alt war. Was nun Computer, Markenklamotten und so angeht. Zum Glück ist es in einigen Eckens Berlins nicht so ausgeprägt wie Anderorts.
Mein Sohn sowie seine Kumpels kommen aus Elternhäuser mit den unterschiedlichsten Einkommen, haben inzwischen die unterschiedlichsten Berufe Denen reicht der mp3 Player und ihr Geld investieren sie lieber in ihre Band oder andere sinnvolle Freizeitaktivitäten. Von denen hängt keiner den ganzen Tag am Rechner ab. Einer aus der Band hat einen neuen Rechner, schon wegen der Bearbeitung ihrer Titel, eben aus dem Grund. Da rennt auch keiner mit super teuren Jeans rum. Irgendwie müssen sie nicht durch teure Dinge zeigen wie toll sie sind sondern wissen es aus anderen Situationen. Und was nun Auto angeht, eindeutig sind die Autos heute länger im Besitz bevor sich ein neues geholt wird, Statistiken des ADAC belegen dies ja, wohnt dann jemand in der Pampa wie mein Neffe bekommt er eben irgendwann das alte Auto der Eltern da der Öffentliche Personennahverkehr ja auch Allerorts stark reduziert wurde. Und was das Lohnniveau angeht, das fällt auch langsam im Westen des Landes. Monitor oder ähnliche kritische Sendungen im TV zeigen es uns ja oft genug, Spiegel Leser wissen mehr.
Kann mich jetzt leider nicht erinnern welche Sendung es war, vielleicht hat es ja noch jemand gesehen. Wissenschaftliche Mitarbeiter an den Universitäten werden ebenfalls bereits durch 1 € Jobber ersetzt. Und diese Leute sind nicht irgend welche schlecht Ausgebildeten. Promovierte Leute, Doktorranten, hochqualifizierte Fachkräfte aus allen Bereichen. Sie forschen, lehren und bilden für 1 €/Std.
Ich wollte damit auch nicht sagen das alle im luxus leben aber wenn man sich mal anschaut das fast jeder jugendliche nen eigenen pc, nen eigenen tv, ne spielkonsole und ein handy hat... was zusammen einen wert von ein paar tausend euro hat... sollte man vielleicht nicht sooo gross tönen das es uns so schlecht geht.
Ich weiss das es uns nicht mehr sooooo gut geht wie vor ein paar jahren noch, und ich weiss auch das es immer leute gibt denen es besonders schlecht und besonders gut geht. aber im grossen und ganzen kommen doch alle sehr gut über die runden.
ich mein klar man kann sich vielleicht nicht mehr das tollste auto kaufen oder 2 mal im jahr inne domrep fliegen aber so ist es halt, die zeiten haben sich geändert.
Uns geht es nicht schlecht, aber auch nicht so gut wie es vielleicht sein könnte.
p.s. und zum auto ich rede eigentlich nicht von leuten die auf dem land wohnen... ich wohne in nem ort wo ich sag mal kein schüler einen längeren weg als 15min mit dem fahrrad zur schule hat, trotzdem fahren in der oberstufe locker 70% mit dem auto.
Aber nehm doch mal die Arbeitslosenquote in Deutschland. Dort werden allerdings keine Leute mitgezählt die gerade einen 1 € Job haben, in ABM oder Weiterbildung sind. Dann die jeweiligen Partner welche kein Geld vom AA bekommen weil der Partner zu viel verdient, wobei zuviel nicht viel bedeutet. Nehme die Studenten die kein BaFöG bekommen weil die Eltern zu viel verdienen obwohl die Grenzen sehr niedrig sind. Nehme etliche noch nicht von mir aufgelisteten Gruppen. Unterm Strich gibt es immer mehr Menschen die wesentlich weniger haben als früher. Irgendwann kommen wir bei einer Quote von 50 % an.
Der Rest, die können ihren Kindern all die gelisteten Dinge vielleicht noch bieten. Aber wie lange. Der Telekom Mitarbeiter der heute noch nach Telekom Tarif bezahlt wird nur noch so lange bis sein Bereich aus der Telekom ausgegliedert wurde. Der Herlitzarbeiter der nun genau die selbe Tätigkeit nachgeht wie einst, nun aber über eine Zeitarbeitsfirma arbeitet bestimmt nicht mehr. Und so geht es vielen wo die Unternehmen alles außer das reine Kerngeschäft auslagern. Die soziale Marktwitschaft stirbt seit 1990 Stück für Stück, bis dahin war die BRD, trotz kleiner Mängel, ein Vorzeigeland. Geht die Entwicklung so weiter ist in 10 Jahren der Unterschied zwischen arm und reich noch drastischer. Die einen trotz Job am Rande des Existensminimus, die anderen im Luxus.
naja vielleicht sehe ich aus jungendlichen leichtsinn die sache nicht so dramatisch
ich kenne die studenten die von bafög leben und denen die studiengebühr so zusetzt das sie kaum wissen wie sie es nun finanziell auf die reihe kriegen sollen 4 mal in der woche feiern zu gehen. Ich kenne die studenten die in den semesterferien jobben gehen, das machen die aber meist nicht um über die runden zukommen sondern um in urlaub zufliegen oder sich ne handtasche für mehrere hundert euro zu kaufen.
ich kenne die leute die keine ausbildung gefunden haben, weil sie halt 2 monate vorher ihre bewerbungen abgeschickt haben. Oder die schüler die nen realschulabschluss mit 3,6 haben aber der einzige beruf den sich machen wollen ist bankkaufmann.
meiner meinung nach sind die leute alle zu wählerisch geworden, wohin gegend man früher noch gesagt hat " lern was anständiges, nen handwerk" wollen heute alle im büro sitzen, schön am pc und sich nicht mehr die hände dreckig machen. hab schon öfter in berichten gelesen und gesehen das gerade das handwerk ausbildungsplätze hat die keiner will ( gas-wasser installateur, dachdecker, maurer etc). Und dann gibt es eben noch die grosse anzahl an schüler die trotz 10 jahre schule und nem abschluss trotzdem keinen 3 satz können, nicht kopfrechnen, nicht mal wissen wer der bundespräsident ist etc.
die jungend interessiert sich eben mehr um WOW, party, saufen etc.. das aber meiner meinung nach nicht schuld des staates sondern der jungend selber.
Dann haben wir in deutschland viele ältere wie auch jünger arbeitnehmer die sich in keinster weise um weiterbildung kümmern. Dadurch werden sie relativ schnell vom markt geschwämmt. weil sie sich nicht für ihren job interessieren und noch auf dem selben level sind wie vor 20 jahren. da würde ich als arbeitgeber auch einen günstigeren arbeitnehmer nehmen oder eben einen besser qualifizierten.
Ich erlebe es andauernd in meinem beruf, dass ich als "frischling" anderen die 5,10 oder gar 20jahre in der firma/abteilung arbeiten erklären muss was sie zu tun haben. Und das liegt im grunde nicht daran das ich facharbeiter bin und die anderen nur hilfsarbeiter, sondern einfach daran das sich die älteren nicht darum kümmern was abläuft. Die machen es so wie vor 20jahren, und wenn etwas umgebaut wurde oder verändert wurde dann stehen sie wie der ochs vorm berg da und wissen nicht was sie tun sollen.
aber auch dort sind nicht alle so, manche erfahrende hilfarbeiter haben auch so viel knowhow von ihrer arbeit, das der betriebsingeneur sie nach ihrer meinung bei umbauarbeiten fragt. Diese mitarbeiter sind dann die, die sich auch mal zeit nehmen und schauen was sich verändert hat, sich erkundigen wie dinge funktionieren und sie dann auch verstehen.
und zu dem Outsourcing, tja das liegt vielleicht auch nen bisschen an der mentalität der deutschen, ich sag mal "geiz ist geil". wenn ich mir nur japanische autos kaufe, brauch ich mich nicht wundern das die deutschen autobauer leute entlassen. Wenn ich nur chinesische elektroartikel kaufe, brauch ich mir nicht wundern das grundig pleite geht. Wenn ich alles bei amazon oder ebay bestelle weils dort so billig ist, brauch ich mich nicht wundern das im einzelhandel weniger leute gebraucht werden. wenn ich meinen handyvertrag und sonstige verträge online mache da es dort günstiger ist, brauch ich mich nicht wundern das die telekom weniger mitarbeiter braucht.. diese liste lässt sich ewig weiterführen. Die leute wollen alles möglichst billig und verzichten des preises wegen auf service und wundern sich dann das keine servicekräfte mehr gebraucht werden.
aber auch dort sind nicht alle so, manche erfahrende hilfarbeiter haben auch so viel knowhow von ihrer arbeit, das der betriebsingeneur sie nach ihrer meinung bei umbauarbeiten fragt
pfiffige Kerle hatten wir auch unter denen, allerdings ist es trotz der Pfiffigkeit nicht immer so einfach wenn es denen an mathematischen, physikalischen sowie anderen Grundkenntnissen fehlt, die deutsche Schrift und Sprache ein Problem ist. Klar gibt es dann unter den Facharbeitern auch wieder welche die es mal erlernt haben, inzwischen aber zu faul es wieder aus dem Gedächtnis hervor zu kramen, denen kann man aber ab und zu in den Hintern treten und schon geht es wieder. So zumindest meine Erfahrung als Meister, eine Tätigkeit die ich fast 25 Jahre ausübte. Was man in der Schule sozusagen verpennt hat weil man keine Lust hatte, holt man so schnell nicht auf.
Ansonsten mal eine andere Frage, du erwähnst was die Jugendlichen heute so haben. Nehmen wir mal alleine Dich mit dem, im anderen Thread, angegebenen Tariflohn. Grob gerechnet kommen dann 1100-1200 € netto zusammen. Möchte es jetzt nicht auf Hella und Pfennig per Lohnkalkulation mit LEXWARE errechnen. Lebt man nicht mehr in der Pension Mama hat man eine Wohnung, gern ein Zimmer mehr. Also 2, rund gerechnet 50 m². Die Miete samt Nebenkosten in meinem Stadtbezirk liegen bei normaler Ausstattung bei 380- 450 € samt Nebenkosten und Heizung. Strom fällt aber auch noch an, selbst wenn es nur 30 € monatlich bei geringem Verbrauch sind. Ob man es hat, es schadet nicht, die Hausrats und Haftpflichtversicherung. GEZ zahlt auch jeder :), wer hat kein Telefon oder Internet. Hat man ein Auto kommt monatlich eine Umlage von über 100 € für Versicherung und Steuern, eigentlich sehr wenig da mein Betrag inzwischen bei 30 % liegt. Bei vielen laufen auch noch irgend welche Raten für die Einrichtung der Wohnung. Kann man nicht ab und zu bei den Eltern etwas Essen und versorgt sich selbst ist der Betrag auch nicht gerade gering. Alles in Allem hat Du so gerechnet kein Grund zum jammern, zur Freude bei dem Lohn dann aber auch nicht. Sehe nun einfach mal ein Paar wo jemand Arbeit hat und der Partner wegen der Kinder zu Hause ist. Die können sich bestimmt nicht die von Dir genannten Dinge leisten. Wer dann nicht rechnen und gut wirtschaften kann, für den ist am 15. schon Monatsende.
nagut ich bin vielleicht kein gutes beispiel weil ich aufgrund meiner spontanen einberufung zum wehrdienst noch nicht ausgezogen bin und noch oben bei mutti wohn. musste während des bundes recht tief in die spardose greifen um halt weiter so zuleben wie vorher. desweiteren mach ich schichtdienst, was halt gesellschaftlich fürn arsch ist aber finanziell ganz nett.
aber um bei deinem beispiel zu bleiben: ich hätte ja die 1100-1200€ bei steuerklasse 1, wenn ich verheiratet bin hab ich ja steuerklasse 3 was ja schon nen paar euros mehr sind dazu kommen noch die kinderfreibeträge und das kindergeld. so komme ich ja recht schnell auf 1600€ oder sogar noch mehr ( kenn mich mit den kinderfreibeträgen nicht so aus). ich glaub damit ist das schon machbar. Und das wäre ja jetzt unter der vorraussetzung das ich in meinem jungen jahren mich für ein kind entscheide, wenn ich nen paar jahre warte verdien ich ja auch wieder mehr.
genau das meine ich, es ist nicht besonders toll aber beim besten willen kein grund zu jammern.
bei derartigen Diskussionen wird es IMMER völlig konträre Positionen geben.
Frag jemanden, der 3 , 4, 5 Mille im Monat verdient, der wird dich fragend anschauen und erwidern: 'Jammern?? nö, warum sollten wir in Deutschland denn jammern, lächerlich! Wir haben doch alles was wir brauchen!'
Frag jemanden, der von 300 € im Monat lebt, der wird dich erstmal aufklären, was es bedeutet vom 20. eines Monats an keinen Cent mehr für Essen übrig zu haben!
Im übrigen habe ich die Antworten hier sehr verwundert mitverfolgt ( vor allem von Bunny S.) und mir ist klargeworden, dass ich irgendwie ein Alien sein muss .... Ich weiß nämlich nicht mal, was ein IPod ist...Geschweige denn , dass ich einen besitze . MP3Player hab ich auch nicht ! Mein Fernseher ist 14 Jahre alt. Das neueste Möbelstück in meiner Wohnung ist 6 Jahre alt. In Urlaub war ich zuletzt im Jahre 1995. Mein erstes Auto habe ich mit 22 Jahren vom eigenen Gehalt erworben; einen Uralt-Golf für 1.100,- DM ! Bis dahin bin ich nur mit einem Fahrrad durch die Gegend gefahren, war völlig normal.
Meinen ersten und bisher einzigen Computer habe ich mir im Jahre 2003 zugelegt.... Sprich im Alter von knapp 35 Jahren.
So einfach ist es dann mit der Steuer auch nicht. Beim Ehegattensplitting 3/5 hat einer weniger Steuer und so schnell kommst Du nicht auf Deine 1.600 € dann. Was sind dann aber max. 400 € mehr mit einer größeren Wohnung als hier genannt und einem Kind. Die 1.100 - 1.200 waren auch schon hoch gegriffen. Sieht doch alles ein wenig rosiger aus wenn man noch in der Pension Mutti wohnt.
Unterm Strich ist es so, wer nicht in einem soliden Unternehmen wie Opel, Bayer und wie die ganzen Blue Ship Unternemen und paar andere heissen arbeitet, hat in den letzten Jahren kaum mal eine Lohnerhöhung gehabt, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld wurden eingefroren oder gar gestrichen. Mag nicht überall der Fall sein, zumindest aber bei sehr vielen Leuten die ich kenne und in den unterschiedlichsten Branchen arbeiten.
Der übliche Otto Normalverbraucher ist eher wie es Charlene beschreibt. Er arbeitet und das Geld reicht nicht oder gerade so bis Monatsende. Und, überall erfolgt immer mehr Abbau von Leistungen, sein es vom Staat aus, sein es aus Sicht der Unternehmen. Es wird nach wie vor Leute geben denen es gut geht, es gibt aber immer mehr die Einschränkungen hinnehmen müssen. Also die Schere zwischen arm und reich, trotz Tätigkeit.
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